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Adam Jocher

(* ca. 1625; † ca. 1688)

Adam Jocher

Sohn von Carl Jocher, dem reichsten Gewerken (Bergwerksbesitzer) im Lungau, welcher das Anwesen Höch 1608 von seinem Großonkel Paul Kölderer kaufte und es zu einem Schloss umbaute und vergrößerte (heutige U-Form). Adam stattete es weiter im Renaissancestil aus. 

Carl Jocher

Von Adam Jocher sind weder das Geburts- noch das Sterbedatum bekannt, obwohl er der letzte männliche Erbe war und mit ihm die Jocher im Mannesstamm ausgestorben sind. Das Porträt ist somit ein Hinweis auf sein Geburtsjahr. Für sein Sterbejahr gibt es zwei Daten zur Auswahl. Da die Tochter Maria Johanna am 29. Mai 1688 seine Lehen erhalten hatte, wird vielfach 1688 als Sterbejahr angenommen. 13 Theodor Wiedemann hingegen schrieb schon 1847, dass Adam Jocher 1679 verstorben sei. 14 Da die Messlizenz für die Schlosskapelle in Höch am 30. Mai 1679 bereits an den Schwiegersohn Johann Rudolf von Plaz verliehen wurde, könnte dies beweisen, dass Adam Jocher damals nicht mehr am Leben war. Wiedemann zitiert in seinem Aufsatzüber die Hofmark Höhenrain der Jocher in Bayern (Landkreis Rosenheim) Angaben über die Ahnen Jochers, die Adam Jocher selbstgemacht hatte.

Hier nur eine kurze Zusammenfassung: Die Jocher waren 1532 in den Adelsstand erhoben und 1590 in die Reichsritterschaft aufgenommen worden. Am 9. Juni 1620 hatte Carl Jocher (Vater des Adam) das Reichsbaronat erworben. Die Jocher waren mit den angesehensten Adelsfamilien verwandt und in herzöglichen und kurfürstlichen Diensten als Pfleger oder geheime Räte tätig gewesen.

Adam Jocher war mit Regina Barbara, geborene Grimming verheiratet. Dieser Ehe entstammte die einzige Tochter Maria Johanna.

Anmerkungen:
13 SLA, Frank-Kartei.
14 Theodor Wiedemann, IV Geschichte der Hofmark Höhenrain, königl.
Landgericht Aibling, in: Oberbayrisches Archiv für vaterländische
Geschichte, 8. Bd., 2. Heft, München 1847, ab S. 172 ff.

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