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Eligius Franz Joseph Freiherr von Münch-Bellinghausen

(* 2. April 1806 in Krakau; † 22. Mai 1871 in Wien)

bekannt unter dem Pseudonym: Friedrich Halm 

Er war Vater von Walpurga Gräfin von Plaz (1848 – 1918) und Schwiegervater von Graf Maria Hieronymus von Plaz (1850 – 1912), Besitzer von Schloss Höch. 

Friedrich Halms Eltern waren der Staats- und Konferenzrat Freiherr Cajetan Michael Joseph von Münch-Bellinghausen (1776–1831) und dessen erste Ehefrau die Freiin Theresia von Deuster (1783–1810). Sein Onkel war Joachim Graf Münch-Bellinghausen, der Eigentümer der Güter Merkenstein und Gainfarn in Bad Vöslau.

Halm besuchte zunächst das Stiftsgymnasium Melk und das Schottengymnasium in Wien. Bereits mit 13 Jahren begann er an der Universität Wien ein Studium der Philosophie und der Rechtswissenschaften. Mit 20 Jahren trat er beim k. k. Fiskalamt in Linz in den Staatsdienst ein, heiratete und brachte es mit 34 Jahren bis zum Regierungsrat. Auf seine lange Zeit geheim gehaltenen literarischen und poetischen Bestrebungen hatte sein Lehrer, der Ästhetiker Michael Leopold Enk von der Burg, bedeutenden Einfluss. 1835 wurde von Münch-Bellinghausens Erstlingswerk Griseldis unter dem auch später beibehaltenem Pseudonym Friedrich Halm mit großem Erfolg aufgeführt.
1845 übernahm Halm mit dem Titel eines Hofrats die erste Kustosstelle an der k. k. Hofbibliothek, um die er sich mit wichtigen Reformen verdient machte. 1865 bis 1869 war er Vorsitzender des Verwaltungsrats der Deutschen Schillerstiftung. 1866 wurde er Geheimrat mit dem Titel Exzellenz, 1867 Präfekt der Hofbibliothek mit Aufsicht über die Sammlungen des Hofes. 1869 bis 1871 leitete er als Generalintendant die beiden Wiener Hoftheater und war mit der Burgschauspielerin Julie Rettich eng befreundet.

Literatur:
Constantin von Wurzbach: Münch-Bellinghausen, Eligius Franz Joseph Freiherr von. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 19. Theil. Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1868, S. 421–441 (Digitalisat).
Anton Schönbach: Halm, Friedrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 22, Duncker & Humblot, Leipzig 1885, S. 718–725.

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